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Die Geschichte von Momo, die nicht weiß, wie alt sie eigentlich genau ist, vielleicht erst acht oder schon zwölf, schrieb Michael Ende vor über 40 Jahren.

Außer den Kleidern, die sie am Leib trägt, besitzt Momo nichts und lebt wie eine Landstreicherin an einem Phantasieort – sagen wir am Stadtrand in einem alten Amphitheater.
Niemand weiß, woher sie kommt, doch schnell schließen die Bewohner der Stadt sie in ihr Herz. Denn Momo versteht es, Anderen zuzuhören, sie schütten Momo ihr Herz aus.

Graue Herren in grauen Anzügen mit grauen Aktentaschen tauchen auf, sich auf die Zeit verstehen, „so wie Blutegel sich aufs Blut verstehen“.
Die Menschen sparen jetzt Zeit, arbeiten schneller, hetzen durch den Tag und gönnen sich weder Pausen noch Vergnügen. Selbst in ihrer Freizeit kommen sie nicht zur Ruhe.
Sogar Momos beste Freunde lassen sich vom zwielichtigen Treiben der Grauen Herren von der Zeitsparkasse anstecken.

Sie erfährt, dass die grauen Männer den Menschen ihre Zeit stehlen wollen. In letzter Not macht sich das Mädchen mit der Schildkröte Kassiopeia auf die Reise zu Meister Hora, der die Zeit verwaltet und helfen kann.

Momo hat nur eine Stunde, die gräulichen Herren zu besiegen und die Welt vor dem Stillstand zu retten. Gelingt es ihr, die Zeit für die Menschen wieder zurückzugewinnen?

Michael Ende beschreibt in dieser Geschichte weitsichtig eine Welt, die in Vielem heute Realität geworden ist. Mit ihrer nur auf den ersten Blick einfach erscheinenden Botschaft ist die Geschichte von Momo und den Zeitdieben heute aktueller denn je.